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Investition in die Zukunft: Bundespreis für Computerspiele fördert Wachstumsmarkt

Die Bundesregierung will sinnvolle Computerspiele für Kinder und Jugendliche mit einem Preis auszeichnen. Die SPD- und CDU/CSU-Fraktion hatte eine solche Auszeichnung vorgeschlagen, um den Wert des Kulturguts Computerspiele deutlich zu machen und pädagogisch wertvolle Games klar von so genannten Killerspielen abzugrenzen. Einen entsprechenden Antrag hat der Ausschuss für Kultur und Medien vergangene Woche angenommen.

Qualitätssiegel für den Jugendschutz 
Für die Verbraucher stellt die Auszeichnung eine wichtige Orientierungshilfe dar. Die Jugendschutz-Debatte um gewalthaltige Computerspiele verunsichert viele Eltern. Ähnlich einem Qualitätssiegel unterstützt der Preis die Erziehungsberechtigten bei der Entscheidung, welche Games sie im Kinderzimmer erlauben. Systeme zur Altersverifikation wie die GeldKarte können dabei sowohl im Handel als auch bei Online-Games und Konsolenspielen selbst den Jugendschutz unterstützen (mehr dazu hier). Im Zuge der Diskussion um ein Verbot so genannter Killerspiele im vergangenen Jahr war eine boomende Branche in Verruf geraten. Der Bundespreis in Kombination mit technischen Lösungen für die Alterskontrolle können den Zukunftsmarkt Computerspiele fördern und gleichzeitig den Jugendschutz  sicherstellen.

Waffen gegen Krebs
„Es gibt zahlreiche qualitativ hochwertige sowie kulturell und pädagogisch wertvolle Computerspiele wie historische Strategiespiele, Sport- und Fußballspiele oder Spiele für Kinder“, erklärten Monika Griefhahn und Jörg Taus von der SPD-Fraktion in einer Pressemeldung. Neben den schwarzen Schafen gibt es sogar unter den Kampfspielen sinnvolle Spiele. Die Zeit berichtete über das Genre der Serious Games, Lernspiele zu einem ernsten Thema. In Re-Mission beispielsweise kämpfen krebskranke Kinder gegen Killerzellen und unterstützen auf diese Weise die medizinische Behandlung. 

Eine erste Preisverleihung planen die Koalitionsfraktionen noch für 2008. Sie wollen den Wettbewerb schnellstmöglich in die Wege leiten. 300.000 Euro sollen dafür zur Verfügung gestellt werden. Die Initiatoren regen unterschiedliche Kategorien für den Preis an: Bestes Spiel des Jahres; Bestes Kinderspiel; Bestes Jugendspiel; Innovationspreis; Nachwuchspreis und Personenauszeichnung.
 
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