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Evaluation des Jugendmedienschutzes: Erste Ergebnisse im Juni
Die Evaluation des Jugendmedienschutzes soll im Juni erste Ergebnisse zeigen. Dies teilte die Bundesregierung gestern mit. Die im Herbst 2006 gemeinsam von Bund und Ländern beschlossene Überprüfung des Jugendschutz-Gesetzes werde bis Herbst 2007 andauern. Testkäufe zur Überwachung der Alterskennzeichnung Wie bereits im Sofortprogramm von Familienministerin Ursula von der Leyen vorgeschlagen werde das Thema "umfassend" und "verstärkt auch jugendpolitisch und medienpädagogisch" in Angriff genommen. Es sei geplant, Kinder und Jugendliche vor extrem gewalttätigen Computerspielen zu schützen, indem die Alterskennzeichen der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft und der Unterhaltungssoftwarekontrolle so unübersehbar gestaltet würden wie etwa Hinweise zu Gesundheitsgefahren auf Zigarettenschachteln. Die Einhaltung dieser Verbote wolle die Bundesregierung mittels Testkäufen überprüfen. Geplant sei darüber hinaus eine europaweite Liste verbotener Computerspiele. Gefahren von Computerspielen Der Zusammenhang zwischen virtueller und realer Gewalt wurde laut Bundesregierung in einer Vielzahl wissenschaftlicher Studien untersucht. Die diskutierte Wirkung decke eine Bandbreite "von keinerlei Auswirkung über Aggressionssteigerung, Verrohung bis zum Aggressionsabbau" ab. Mehrheitlich sei sich die Wissenschaft aber einig darüber, dass es nicht ohne Auswirkungen auf Kinder bleibe, "wenn ihnen Gewalt ständig als ein normales und gesellschaftlich akzeptiertes Konfliktlösungsmuster vorgeführt wird". Zudem müsse nach aktuellem Kenntnisstand davon ausgegangen werden, dass von "exzessivem Computer- und Videospielen eine Suchtgefährdung" ausgehen könne. Bislang liegen jedoch keine Untersuchungen vor, die auf repräsentativen Daten basieren. Die Regierung will die Thematik weiter verfolgen. Sollten sich Hinweise auf eine Zunahme spielsüchtiger Verhaltensweisen bestätigen, würden "entsprechende Konsequenzen zur Prävention dieses Problemverhaltens" eingeleitet.
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