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Jugendschutz-Verstöße im Netz nehmen weiter zu
Hohes Missbrauchspotenzial besonders bei Web 2.0-Angeboten
Die Verstöße gegen den Jugendschutz im Web sind seit 2007 um 6 Prozent gestiegen, so der Jahresbericht 2008 der Initiative Jugendschutz.net. In Deutschland beinhaltete der größte Teil der Verstöße (62 Prozent) pornografische Inhalte. Darüber hinaus wurden vermehrt Darstellungen mit rechtsextremistischem Inhalt und Gewalt sowie die Propaganda gefährlicher Verhaltensweisen wie beispielsweise Essstörungen registriert. Der Zuwachs an Verstößen macht deutlich, dass eine effektive Zugangsverweigerung zu Erwachseneninhalten für Jugendliche überfällig ist. Die GeldKarte bietet hier eine einfache und gleichzeitig sehr zuverlässige technische Lösung zur Altersverifikation im Web, indem sie den Karten-Inhaber anonym als volljährig ausweist. Das chipbasierte Jugendschutzverfahren wurde bereits 2003 von der Kommission für Jugendmedienschutz für den Einsatz in Onlinemedien positiv bewertet.
Faszination "Mitmachen" Vor allem Web 2.0-Angebote, also Internet-Plattformen, die von den Nutzern selbst gestaltet werden, sind ins Visier der Jugendschützer geraten. Mit gutem Grund: Mehr als die Hälfte der am häufigsten besuchten Internet-Angebote sind mittlerweile Web 2.0- Plattformen. Gerade Kinder und Jugendliche sind von der Möglichkeit des Mitgestaltens fasziniert. Dabei lauert in Web 2.0-Portalen wie SchülerVZ, Facebook oder MySpace viel jugendgefährdendes Potenzial. Belästigungen und Beleidigungen beispielsweise stellen inzwischen ein großes Problem in sozialen Netzwerken dar, beklagen die Jugendschützer. Weiteres Problem ist der oftmals sehr fahrlässige Umgang mit persönlichen Daten: Einmal im Netz, hinterlassen die Nutzer unwiderruflich ihre Spuren. Kinder und Jugendliche können die Folgen ihres Verhaltens häufig nicht abschätzen, so der Bericht. Sicheren Umgang lernen
Deshalb sei es für Heranwachsende immer wichtiger zu lernen, wie sie sich sicher im Internet bewegen. Dies wird zunehmend auch von politischer Seite gefordert. So setzt sich Peter Müller (CDU), Ministerpräsident des Saarlands, für die Einrichtung eines eigenen Unterrichtsfachs zum sicheren Umgang mit dem Internet ein. Die Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ilse Aigner (CSU), fordert zudem mehr Schutz für persönliche Daten in sozialen Netzwerken.
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