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Lösung gefragt: Verstöße gegen Jugendschutz im Netz nehmen zu

Blutige Gemetzel, rechtsradikale Gewaltszenen: Entsetzliche Bilder müssen die Internet-Polizisten von jugendschutz.net tagtäglich bei der Überwachung des Webs ansehen. Jüngstes Ergebnis: Die Verstöße gegen den Jugendschutz im Netz nehmen zu. Dies teilt die Organisation in ihrem Jahresbericht mit. Mit 2883 Fällen in 2007 registrierten die Jugendschützer einen neuen Höchststand. Das bedeutet ein Wachstum von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Die Beschwerdestelle nimmt Hinweise auf Verstöße und problematische Inhalte aus der Bevölkerung entgegen. 2007 bearbeitete die Organisation 9200 Beschwerden und Anfragen (plus 22 Prozent) und überprüfte 7164 Websites (plus 32 Prozent). Schwere Verstöße wie etwa Kinderpornografie werden an das Bundeskriminalamt weitergeleitet.  

Communities im Fokus
Webseiten mit Erotik-Inhalten machen mit 52 Prozent den Löwenanteil der beanstandeten Internetangebote aus. Rechtsradikale Propaganda sorgte bei 14 Prozent der Fälle für Aufsehen. Zunehmend gerieten auch interaktive Online-Communities ins Visier der Jugendschützer. Auf Netzwerk-Seiten wie Facebook, SchülerVZ oder youtube können sich Erwachsene leicht als Kinder ausgeben und Jugendliche belästigen.

Nun fordert Nordrhein-Westfalens Familienminister Armin Laschet (CDU) von Online-Anbietern eine Verbesserung des Jugendschutzes auf ihren Seiten.
 
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